Schulterchirurgie
 

Sektion Wirbelsäulenorthopädie

Die Wirbelsäule bildet das zentrale Stütz- und Bewegungsorgan unseres Körpers. Sie verleiht Stabilität, ermöglicht Beweglichkeit und schützt zugleich das Rückenmark sowie die aus ihm austretenden Nerven. Das komplexe Zusammenspiel von Wirbeln, Bandscheiben, Gelenken, Bändern und Muskulatur sorgt dafür, dass wir uns im Alltag sicher und schmerzfrei bewegen können.
Mit unserer neuen Sektion Wirbelsäulenorthopädie erweitern wir unser orthopädisches Leistungsspektrum. Unter der Leitung von Achillefs Papavangelis, Facharzt für Orthopädie & Unfallchirurgie, bieten wir eine umfassende Diagnostik sowie individuell abgestimmte Behandlungskonzepte – von konservativen Therapien bis hin zu modernen, minimalinvasiven Operationsverfahren.

Erkrankungen

In dem Raum zwischen zwei Wirbeln befindet sich jeweils eine Bandscheibe. Wenn Teile der Bandscheibe aus diesem Raum herausgedrückt werden, können sie auf Nerven drücken und dadurch Schmerzen auslösen. Diese Schmerzen sind dann zumeist ausstrahlend. Außerdem können zusätzlich Berührungsempfinden und Muskelkraft gestört sein. 

Eine Verengung kommt vor allem im Alter durch Abnutzung und Verschleiß der Wirbelsäule zustande. Typischerweise strahlen die Schmerzen in ein oder beide Beine aus und bessern sich in Ruhe. Verengungen des Rückenmarkkanals können jedoch auch bestehen, ohne dass Beschwerden auftreten. Daher reicht ein Röntgenbefund allein für die Diagnose nicht aus. 

Wirbel können durch Unfälle brechen, aber auch bei geringer Knochendichte (Osteoporose), zum Beispiel im Alter.

Therapiemöglichkeiten

Konservative Behandlung

Der Fokus liegt auf Schmerzlinderung, Entlastung und dem Wiederaufbau der Muskelstruktur.

  • Physiotherapie & Krankengymnastik: Gezielter Muskelaufbau zur Stabilisierung der Wirbelsäule.
  • Medikamente: Einsatz von Schmerzmitteln (Analgetika) und entzündungshemmenden Wirkstoffen.
  • Infiltrations Therapie: Gezielte Infiltration von lokalen Anästhetika und Cortison (z. B. PRT oder Facettenblockaden) unter Röntgenkontrolle direkt an den schmerzenden Nerven oder an den Facettengelenke.
  • Eigenbluttherapie (ACP): ein minimalinvasives Verfahren, bei dem aufbereitetes, plättchenreiches Plasma aus Ihrem eigenen Blut an betroffene Strukturen der Wirbelsäule injiziert wird. Ziel ist es, körpereigene Wachstumsfaktoren zu nutzen, um Entzündungen zu hemmen und die Geweberegeneration zu fördern. Die Therapie wird hauptsächlich bei chronischen Verschleißerscheinungen eingesetzt, z.B. Facettensyndrom (Arthrose der kleinen Wirbelgelenke, Spondylarthrose) und ISG-Syndrom (Schmerzen und Entzündungen im Iliosakralgelenk)
  • Stoßwellentherapie (ESWT): zur Behandlung von hartnäckigen muskulären Verspannungen, Myogelosen (Muskelknoten) und schmerzhaften Triggerpunkten. Sie zielt darauf ab, die lokale Durchblutung zu fördern, den Stoffwechsel anzuregen und so den Schmerz zu lindern.
  • Hilfsmittel: Zeitweilige Nutzung von stützenden Korsetts oder Bandagen.

Operative Behandlung

Ein chirurgischer Eingriff wird notwendig bei akuten neurologischen Ausfällen (z. B. Lähmungen, Taubheitsgefühlen), schweren Instabilitäten oder wenn konservative Therapien nach mehreren Wochen keine Besserung brachten.

  • Minimalinvasive Verfahren: Schonende Eingriffe (z. B. Mikrochirurgie bei Bandscheibenvorwölbungen, Bandscheibenvorfällen oder Wirbelbrüche).
  • Nukleoplastie: minimalinvasives, bildgestütztes Verfahren. Sie dient der Behandlung von Bandscheibenvorwölbungen, bei denen überschüssiges Gewebe im Bandscheibenkern verdampft wird, um den Druck auf umliegende Nerven zu reduzieren
  • Nukleotomie: Entfernung von Bandscheibengewebe, die auf Nerven drücken.
  • Kyphoplastie & Vertebroplastie: minimal-invasives Verfahren, bei dem gebrochene Wirbelkörper durch die Injektion von medizinischem Knochenzement (Polymethylmethacrylat) stabilisiert werden. Der Eingriff zielt vor allem auf die rasche Linderung starker Schmerzen ab, die durch osteoporotische Frakturen verursacht werden und auf die konservative Therapie nicht gut ansprechen.

Sprechstunde

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