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Venenverschlussplethysmographie (VVP)

Die Venenverschlussplethysmographie, oft auch nur als Verschlussplethysmographie bezeichnet, ist eine Untersuchung des Blutflusses in Venen. Über eine Messung der Änderung des Beinumfangs lässt sich der Zustrom und Abfluss von Blut beurteilen, denn der Beinumfang steht im direkten Zusammenhang mit dem Volumen in den Venen des Beins. Die Bestimmung geschieht mit Hilfe eines Dehnungs-Messstreifens, während mit einer Staumanschette oberhalb des Bereiches der Blutabfluss geregelt wird. Die Venenverschlussplethysmographie eignet sich zur Untersuchung auf Thrombose und Krampfadern (Varizen) oder um den Erfolg von Behandlungen zu überprüfen.

 

Wann wird eine Verschlussplethysmographie (VVP) durchgeführt?

Die Venenverschlussplethysmographie erfolgt, wenn ein Patient auf eine Abflussstörung der Venen hin untersucht werden soll. Dazu gehören insbesondere Krampfadern (Varizen) oder Thrombosen. Ebenfalls wird diese Messung durchgeführt, um den Erfolg einer Therapie an den Venen zu kontrollieren.

 

Funktionsweise der Venenverschlussplethysmographie (VVP)

Diese Messung der Funktion der Venen gelingt mit der Bestimmung des Beinumfangs am Unterschenkel und dessen Änderung im Verlauf der Untersuchung. Wird eine Staumanschette um den Oberschenkel festgezogen, wird der Beinumfang größer, denn das Blut aus den Venen fließt nicht mehr nach oben zurück und die Arterien führen weiterhin Blut zu. Spezielle Messstreifen registrieren die Dehnung am Unterschenkel, die auf die arterielle Durchblutung bezogen werden kann.

 

Auch die Menge des über die Arterien eingeströmten Blutes kann errechnet werden. Mit der Venenverschlussplethysmographie können Werte wie die Durchblutung des Beines in Ruhe, nach dreiminütiger Verhinderung der Blutzufuhr und nach aktiver Belastung ermittelt werden. Gleichermaßen können der Ausstrom über die Venen und die venöse Kapazität (das Volumen, das die Venen aufnehmen können) gemessen werden.

 

Wird der Stauschlauch weggelassen, dann kann die Pumpfunktion der Venen beurteilt werden sowie die Zeit, in der sich die Venen füllen.

 

Des Weiteren kann der Blutdruck gemessen werden: Der Druck des Stauschlauches ist erst hoch und wird allmählich reduziert. Der Blutdruck ist etwa so hoch wie der Druck des Stauschlauches zum Zeitpunkt, wenn zum ersten Mal wieder ein Zuwachs des Volumens durch die Messmanschette ermittelt wird.

 

Ablauf und Durchführung der Venenverschlussplethysmographie (VVP)

Zur Untersuchung mittels Venenverschlussplethysmographie legt sich der Patient hin. Kurz vor der eigentlichen Untersuchung werden die Beine für drei Minuten erhöht gelagert.

 

Dann wird der Stauschlauch um den Oberschenkel gelegt. Zunächst wird die Durchblutung (Arterien) gemessen. Die Beine werden in einer bestimmten Lage gehalten, z. B. weiterhin gestreckt und hoch oder in den Knien angewinkelt und mit waagerechten Unterschenkeln. Für mehrere Minuten wird das Blut aufgestaut - schließlich wird die Manschette geöffnet. Der Dehnungsmessstreifen um den Unterschenkel misst die Änderung des Volumens.Die grafische Darstellung der Kurve dieser Untersuchung nennt sich Plethysmogramm. Dieses wird vom Arzt ausgewertet.

 

Mögliche Komplikationen

Bei einer bestimmten Form der Thrombose darf die Untersuchung nicht angewendet werden, nämlich bei einer Phlegmasia coerulea dolens. Ansonsten beinhaltet die Messung kaum Risiken.

 

Ergebnisse und Nutzen der Untersuchung

Mit der Venenverschlussplethysmographie (VVP) lassen sich mehrere Parameter gut überprüfen wie z. B. der venöse Abfluss aus dem Bein. Erkrankungen wie Krampfadern oder Klappenstörungen können festgestellt und beurteilt werden. Das Ergebnis der Venenverschlussplethysmographie kann durch einige Faktoren verfälscht werden, darunter bestimmte Erkrankungen, eine falsche Lage des Beines oder ein falscher Druck der Mess- oder der Staumanschette.

 

Information

Die Venenverschlussplethysmographie (VVP) ist eine Untersuchungsmethode aus der Gefäßchirurgie.