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Grippezeit - was kann ich tun?
Grippaler Infekt und Grippe klingen nicht nur sehr ähnlich, sie äußern sich auch durch ähnliche Symptome. In Geschwindigkeit und Heftigkeit ihres Auftretens zeigen sie aber große Unterschiede.

Woran erkennen Sie eine Erkältung?

Der grippale Infekt, im Volksmund auch Erkältung genannt, beginnt im Unterschied zu einer Grippe schleichend und zeigt einen typischen Verlauf. Die Symptome treten bei einem grippalen Infekt in einer bestimmtem Abfolge nacheinander auf: Es beginnt mit Halsschmerzen, gefolgt von Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, ggf. begleitet durch Fieber und zeitverzögert tritt oft noch Husten auf.

Wodurch unterscheidet sich die Grippe?

Die Grippe, auch Influenza genannt, beginnt hingegen plötzlich und Symptome wie Kopf-, Muskel-, Gelenkschmerzen und Husten zeigen sich zeitgleich und in starker Ausprägung. Die Symptome halten zudem länger als bei einer einfachen Erkältung üblich an. Eine Körpertemperatur über 38,5°C, das sogenannte Fieber ist typisch für eine Grippe und kann ebenfalls über mehrere Tage fortdauern, oft begleitet durch Schüttelfrost und einem starken Erschöpfungsgefühl. Ein weiterer Unterschied zu einem grippalen Infekt sind Symptome wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall. Mit einer jährlichen Grippeschutzimpfung kann man das Risiko, an einer Grippe zu erkranken, minimieren.

Doch wie lässt sich unterscheiden, ob es sich nun um eine Erkältung oder eine Grippe handelt? Die folgende Tabelle gibt dazu einige Anhaltspunkte:

Merkmal
Erkältung
Grippe
     
Schnupfen, verstopfte
Nase
typische
Begleiterscheinung
eher selten

     
Kopfschmerzen

häufig

typisch; heftiger als bei
der Erkältung
     
Muskel- und
Gliederschmerzen
können auftreten

starke Schmerzen bei
Grippe typisch
     
Krankheitsbeginn


schleppend; beginnt meist mit
Kratzen im Hals

plötzlicher Beginn; innerhalb von
Stunden tritt hohes Fieber
und völlige Ermattung auf
     
Fieber

eher selten; höchstens
bis 38°C
schnell auftretendes hohes
Fieber über 38°C
     
Husten

häufig; meist gegen Ende
der Erkältung
schmerzhafter trockener Husten
von Beginn an
     
Krankheitsdauer


ca. 7 bis 9 Tage


ca. 7 bis 14 Tage; bis zur
vollständigen Erholung können
Wochen vergehen
     
Entkräftung

manchmal

heftige, rasch auftretende
Entkräftung

Grippe: Behandlung

Die Behandlung der Grippe erfolgt nach dem Schweregrad der Erkrankung. Eine leichte Grippe kann rein symptomatisch mit Hausmitteln wie Inhalationen, Wickel, Tees oder Bäder erfolgen. Bei einer schweren Grippe, welche von Fieber und Gliederschmerzen begleitet wird, sollte zudem Bettruhe eingehalten werden. Außerdem können hierbei fiebersenkende und schmerzstillende Medikamente eingenommen werden. Diese Medikamente verkürzen den Verlauf der Erkrankung nicht, machen die Symptome aber erträglicher. Antivirale Grippemittel sind meistens nicht notwendig und sollten nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden.

Grippe: Prävention

Das Grippevirus ist stark ansteckend. Die Viren können schon übertragen werden, bevor die Erkrankung beim Infizierten ausbricht. Deshalb ist gute Hygiene sehr wichtig, um sich selbst und andere davor zu schützen. Hier einige Tipps:

  • Hände waschen: Regelmäßig, aber besonders vor dem Kochen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang oder wenn man nach Hause kommt
  • Husten und Niesen: Nicht wie üblich in die Hände, sondern in den angewinkelten Arm oder auf den Ärmel husten oder niesen, denn über die Hände können sich die Viren schneller von Mensch zu Mensch verbreiten. Außerdem beim Husten und Niesen Abstand zu anderen Personen halten oder sich abwenden.
  • Lüften: In geschlossenen Räumen kann die Anzahl der Viren in der Luft stark ansteigen. Dagegen hilft Lüften, außerdem wird so ein Austrocknen der Schleimhäute verhindert, die zur Abwehr von Viren wichtig sind.
  • Säubern Sie harte Oberflächen wie Küchenarbeitsplatten und Türklinken häufig mit einem normalen Reinigungsmittel und einem Einwegtuch.
  • Die Grippeimpfung (Influenzaimpfung) ist eine von der Ständigen Impfkommission (STIKO) weltweit zugelassene Impfung, welche das Risiko, an Grippe (Influenza) zu erkranken, deutlich senkt bzw. schwere Krankheitsverläufe verhindert.

Eine allumfassende Immunisierung gibt es bislang nicht. Allerdings können Impfungen eine wirkungsvolle Alternative sein, um sich vor einer saisonalen Grippe zu schützen. Von einer Grippeschutzimpfung können nicht nur ältere, sondern auch jüngere Menschen profitieren, weil die Grippesymptome entweder gar nicht erst auftreten oder wirksam abgemildert werden. Auch wird bestimmten Risiko- und Berufsgruppen, wie zum Beispiel Mitarbeitern von Gesundheitseinrichtungen, eine Grippeschutzimpfung empfohlen.

Dieser Beitrag zum Thema des Monats wurde uns von Dr. med. Kathrin Schneider zu Verfügung gestellt.
Zuständige Ärzte
Ärzte, die sich mit der Behandlung von Grippen befassen:
Klinik Rotes Kreuz
(Facharzt für Innere Medizin, Psychosomatische Medizin, Arbeitsmedizin)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Spezielle Rhythmologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Notfallmedizin, Hypertensiologe (DHL), Präventivmedizin (DGPR))
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Interventionelle Kardiologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Interventionelle Kardiologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Hämatologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Spezielle Rhythmologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Angiologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie)
Klinik Maingau
(Facharzt für Innere Medizin und Diabetologie)
(Facharzt für Innere Medizin)
(Facharzt für Neurologie, Psychiatrie)
(Facharzt für Innere Medizin (Pneumologie))
(Facharzt für Innere Medizin (Pneumologie))
(Facharzt für Innere Medizin und Lungen- und Bronchialheilkunde)
(Facharzt für Innere Medizin (Pneumologie))
(Facharzt für Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Innere Medizin: Kardiologie)
(Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie)
(Facharzt für Allgemeinchirurgie , Visceralchirurgie)