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Vorhofflimmern ist eine sehr häufige Herzrhythmusstörung, bei der das Herz unregelmäßig schlägt.


Die Folge von Vorhofflimmern ist, für die Patienten die die Rhythmusstörung merken, die Minderung der Leistungsfähigkeit und Lebensqualität und es ist gefährlich für alle Patienten aufgrund des erhöhten Schlaganfallrisikos.


Die Anzahl der Vorhofflimmerer wird in Europa auf 6 Millionen geschätzt.


Ursache und Risikofaktoren

Das Vorhofflimmern kann idiopathisch (ohne Ursache) oder sekundär aufgrund von einem akuten Herzinfarkt, einer koronaren Herzkrankheit, einer Herzmuskelentzündung, nach Herzoperationen, durch Herzklappenerkrankungen oder auch Schilddrüsenüberfunktionen auftreten.


Diagnose

Elektrokardiogramm (EKG)

Die wichtigste Untersuchung, um das Vorhofflimmern zu diagnostizieren, ist das Elektrokardiogramm (EKG). Dabei werden die elektrischen Herzströme über Elektroden, die auf die Brust geklebt werden, gemessen. Manchmal muss ein EKG über mehrere Tage geschrieben werden (Langzeit-EKG) und letztendlich die Rhythmusstörung zu dokumentieren.


Tritt die Rhythmusstörung extrem selten auf, kann ein Gerät (Eventrecorder) unter die Haut gesetzt werden. Dieses Gerät kann Rhythmusstörung in einem Zeitraum von 3 - 4 Jahren aufzeichnen.


Behandlung

Für alle Patienten mit entsprechendem Risiko, steht die Blutverdünnung im Vordergrund.


Schutz vor Schlaganfall

Leiden Menschen unter paroxysmalem (anfallartigem) oder chronischem Vorhofflimmern, besteht die Gefahr, dass sich im Herzvorhofohr Blutgerinnsel bilden.


Unter der Rhythmusstörung wird das Blut im Vorhofohr nicht mehr weggepumpt. Da das Blut „steht“ kann es „verklumpen“. Die Blutgerinnsel können durch das Herz in den Blutkreislauf und von dort aus in die Hirngefäße gelangen.


Wenn ein Hirngefäß verstopft ist, spricht man von einem Schlaganfall.


Durch die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten wie Marcumar oder andere Antikoagulantien wird das Risiko für Schlaganfälle reduziert.


Für die Patienten die Probleme mit der Blutverdünnung haben, kann das Vorhofohr auch „verschlossen“ werden.


Rhythmusregulierung/ -erhaltung:

Für Patienten, die das Vorhofflimmern nicht merken, wird eine medikamentöse Regulierung der Herzfrequenz angestrebt.


Für Patienten mit Beschwerden stehen spezielle Medikamente, sogenannte Antiaarhythmika, zur Verfügung. Unter EKG Kontrolle erfolgt die Einstellung der Medikamente, die das Herz regelmäßig halten sollen.


Für die Patienten, bei denen das Vorhofflimmern anhält, steht als akute Lösung eine elektrische Kardioversion zur Verfügung.


Kardioversion

Der Herzrhythmus wird durch elektrischen Strom von außen normalisiert. Ähnlich wie ein Elektroschock bei einer Wiederbelebung. Anschließend bekommen die Patienten spezielle Medikamente (Antiarrhythmika), um den regelmäßigen Rhythmus zu halten.


Pulmonalvenenisolation

Das Vorhofflimmern entsteht oft in Muskelfasern innerhalb der Lungenvenen, die in den linken Vorhof münden. Daher wurde eine Methode entwickelt durch Isolation der Lungenvenen das Wiederauftreten von Vorhofflimmern zuverlässig zu verhindern: die Pulmonalvenenisolation.


Durch eine Pulmonalvenenisolation können viele Patienten vom Vorhofflimmern geheilt werden. In unserer Abteilung wird das Kryoverfahren bzw. die Kryoablation aufgrund seiner hohen Effienz eingesetzt.


Bei diesem Verfahren werden die für die Leitung der Arrhythmie verantwortlichen Herzmuskelzellen durch Kälteeinwirkung so verändert, dass sie elektrische Erregungen nicht mehr leiten können.


An der Spitze eines sogenannten „Arctic Front Advance Katheters“ befindet sich ein Ballon, der mit gasförmigem Kühlmittel gefüllt wird, nachdem der Arzt den Katheter in das Herz eingeführt hat. Ziel ist, die Pulmonalvene mit dem Ballon möglichst vollständig zu verschließen. Das Kühlmittel verdampft und entzieht dem Herzgewebe Wärme. Überall dort, wo der Ballon Kontakt zum Herzgewebe hat, wird es verödet und verliert seine elektrische Leitfähigkeit.


Die Heilungschance beträgt bei diesem Verfahren 60 - 80%.


Dieser Beitrag zum Thema des Monats wurde uns von Dr. med. Nikitas Lironis, Facharzt für Innere Medizin & Kardiologie mit dem Schwerpunkt Spezielle Rhythmologie zur Verfügung gestellt.


Zuständige Ärzte
Ärzte, die sich mit der Behandlung von Vorhofflimmern befassen:
Klinik Rotes Kreuz
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Interventionelle Kardiologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Interventionelle Kardiologie, Präventivmedizin)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intervenionelle Kardiologie, Angiologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Notfallmedizin, Hypertensiologe (DHL), Präventivmedizin (DGPR))
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Interventionelle Kardiologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Hämatologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Spezielle Rhythmologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Spezielle Rhythmologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Angiologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie)
Klinik Maingau
(Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie)
(Facharzt für Innere Medizin (Kardiologie))
(Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie)
(Facharzt für Innere Medizin, Innere Medizin: Kardiologie)