Teilen:
  • Folgen Sie uns auf Instagram
Seite drucken
Kontakt
Schrift kleiner
mittlere Schriftgröße
Schrift größer
Seite empfehlen
Echokardiographie (Herzultraschall)
Die Echokardiographie ist eine Ultraschalluntersuchung des Herzens. In den meisten Fällen erfolgt der Herzultraschall von außen, in besonderen Fällen wird eine Ultraschalluntersuchung des Herzens über die Speiseröhre vorgenommen (Schluckecho, TEE = transösophageale Echokardiographie). Mit dem Ultraschall lassen sich Aufbau und Bewegung des Herzens sowie Veränderungen und Erkrankungen beurteilen. Weil die Ultraschalluntersuchung an sich keine Risiken aufweist, ist die Echokardiographie eine viel genutzte Maßnahme in der Kardiologie.

In welchen Fällen kommt ein Herzultraschall (Echokardiographie) zum Einsatz?

Die Echokardiographie ist eine Untersuchung, die zur Diagnostik bei Patienten mit Herzerkrankungen oder Herzbeschwerden eingesetzt wird. Alle Erkrankungen, die sich als Veränderung der Struktur oder des Bewegungsablaufes bemerkbar machen, lassen sich durch den Ultraschall untersuchen. Die Ultraschalluntersuchung wird oft auch zur Verlaufskontrolle bei Erkrankungen oder nach Behandlungen vorgenommen. Zu den Krankheitsbildern, die ein Anlass für die Echokardiographie sein können, gehören unter anderem Herzklappenerkrankungen, Herzinsuffizienz (Herzschwäche), Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen und Fehlbildungen.

Die TEE (transösophageale Echokardiographie), also die Ultraschalluntersuchung am Herz über die Speiseröhre (Schluckecho), wird aus ähnlichen Gründen vorgenommen. Sie hat aber den Vorteil, dass sie näher am Herzen geschieht und weniger Gewebeschichten durchdringen muss als der herkömmliche Herzultraschall. Die Untersuchung ist zwar aufwändiger, aber genauer. Störungen des Ultraschalls durch Rippen oder Lunge (Luft) oder dickes Gewebe können umgangen werden. Patienten mit starkem Übergewicht bekommen daher häufiger ein Schluckecho. Aber auch bestimmte Bereiche wie die Aorta sowie kleinere Blutgerinnsel (Thromben) können besser mittels TEE statt mit herkömmlicher Echokardiographie untersucht werden.

Funktionsweise und Ablauf der Echokardiographie

Ultraschall (Sonographie) funktioniert mittels Schallwellen, deren Frequenz zu hoch ist, als dass sie vom Menschen gehört werden können. Diese Ultraschallwellen werden vom Schallkopf des Ultraschallgeräts ausgesendet und wieder aufgenommen. Verschiedene Gewebe reflektieren den Schall unterschiedlich gut. Aus den Informationen kann ein Bild von inneren Bereichen des Körpers in Echtzeit erstellt werden.

Die gewöhnliche Echokardiographie geschieht, indem der Schallkopf auf die Brust gesetzt wird und hin und her bewegt wird. Ein Gel sorgt für den notwendigen direkten Kontakt zum Gewebe, ohne dass sich Luft dazwischen befindet. Beim Schluckecho (TEE) wird eine Sonde mit dem Ultraschallkopf, die an einem Schlauch hängt, über den Mund in die Speiseröhre eingeführt. Der Vorgang ähnelt einer Magenspiegelung. Der Schallkopf wird an eine Stelle gebracht, die in der Nähe des Herzens liegt und daher eine gute Untersuchung zulässt.

Der Arzt sieht auf dem Monitor das Ultraschallbild und kann das Herz auf Veränderungen beurteilen. Aufschlussreiche Bilder können ausgedruckt werden. Oft erfolgt auch am Herzen eine Duplex-Sonographie, die den Blutfluss darstellt und somit weitere Aussagen möglich macht.

Mögliche Komplikationen der Echokardiographie (Herzultraschall)

Die Ultraschalluntersuchung von außen beinhaltet keine Risiken. Beim Schluckecho (TEE) sind Schäden im Mund (z. B. Zähne) oder in der Speiseröhre nicht vollständig auszuschließen. Herzrhythmusstörungen oder Atemprobleme können in Ausnahmefällen hervorgerufen werden.

Information

Echokardiographie (Herzultraschall) und Schluckecho (TEE, transösophageale Echokardiographie) sind Untersuchungen aus der Kardiologie, einem Teilbereich der Inneren Medizin.