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DRK Schwesternschaft Bad Homburg-Maingau e.V.
Die DRK-Schwesternschaft Bad Homburg-Maingau entwickelte sich aus den ehemals selbständigen DRK-Schwesternschaften Bad Homburg von der Höhe e.V. und der Schwesternschaft Maingau vom Roten Kreuz e.V. Die Zusammenlegung beider Schwesternschaften erfolgte im Jahr 1975.
 

DRK-Schwesternschaft Bad Homburg von der Höhe e.V.

1912
Rotkreuzschwestern aus den Mutterhäusern in Düsseldorf und Berlin kommen im Krankenhaus Bad Homburg zum Einsatz. Ziel ist der Aufbau einer neuen Rotkreuz-Schwesternschaft in Bad Homburg und der Aufbau einer Krankenpflegeschule. Zu den Aufgaben der Rotkreuzschwestern gehört neben der Pflege im Krankenhaus Bad Homburg auch die Privat- und Gemeindepflege.
 
1914-1918 Erster Weltkrieg:
An allen Fronten sind Rotkreuzschwestern für den Kriegssanitätsdienst eingesetzt. Das Krankenhaus Bad Homburg wird zum Hauptreservelazarett. Die Pflege der Kriegsverwundeten wird zur wesentlichen Aufgabe der Rotkreuzschwestern in Bad Homburg.
 
1916
Das bei Gründung festgelegte Ziel, der Aufbau einer Krankenpflegeschule zur Ausbildung neuer Pflegekräfte, wird Realität. Die Krankenpflegeschule am Krankenhaus Bad Homburg wird in Betrieb genommen.
 
1. April 1918

Offizielle Gründung der neuen Schwesternschaft: „Schwesternschaft vom Roten Kreuz in Bad Homburg von der Höhe e.V. Durch das Engagement der Bürger und Bürgerinnen der Stadt Bad Homburg wurde der Verein zur Förderung der Schwesternschaft vom Roten Kreuz Bad Homburg gegründet und so das Haus in der Ferdinandstraße gekauft. Die Rotkreuzschwestern beziehen hier ihr erstes Mutterhaus.
 
1918-1933
Das Krankenhaus Bad Homburg bleibt auch nach Ende des ersten Weltkriegs das größte Einsatzfeld der neuen Schwesternschaft vom Roten Kreuz Bad Homburg. Die Ausbildung und die Entwicklung der Pflegeschule wurden zur weiteren wesentlichen Aufgabe der jungen Schwesternschaft.
 
1933-1945

Nationalsozialistische Diktatur und Zweiter Weltkrieg: Nur wenige Monate nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten erklärten der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes und die Vorsitzende des Verbandes der Deutschen Mutterhäuser vom Roten Kreuz die Bereitschaft, sich der Führung des Reichskanzlers Adolf Hitler zu unterstellen. Auch die Schwesternschaft vom Roten Kreuz Bad Homburg muss dieser Festlegung folgen.
 
1937
Es erfolgt die Gleichschaltung durch die Nationalsozialisten: Die Schwesternschaften und ihre Mutterhäuser werden direkt dem "Amt für Schwesternschaften" im Präsidium des DRK unterstellt und verlieren damit ihre Eigenständigkeit.
 
1939 – 1945 Zweiter Weltkrieg:
Rotkreuzschwestern sind auf allen Kriegsschauplätzen im mobilen Sanitätsdienst, in Lazaretten, auf Lazarettschiffen und in Lazarettzügen eingesetzt. Über 300 Schwestern verlieren ihr Leben. Auch die Rotkreuzschwestern aus Bad Homburg übernehmen Sanitätsdienste.
 
7. September 1945
Die Schwesternschaft vom Roten Kreuz in Bad Homburg von der Höhe e. V. wird neu gegründet. Die Gebäude der Schwesternschaft waren im Krieg verschont geblieben, dies begünstigte den Wiederaufbau und damit das Wachstum der Schwesternschaft. Die DRK-Schwesternschaften in der Sowjetischen Besatzungszone werden durch die Militäradministration aufgelöst, sodass die Nachkriegszeit geprägt ist durch die Flucht der DRK-Schwesternschaften aus den Ostgebieten und dem damaligen Mitteldeutschland. Einige Rotkreuzschwestern aus dem Osten finden eine neue Heimat in Bad Homburg.
 
1958
Bau eines Altenheims für pensionierte Schwestern in der Friedrichstraße. Die Versorgung der älteren Rotkreuzschwestern wird zu einer zentralen Aufgabe und ist es bis heute geblieben.
 
1975
Fusion mit der Schwesternschaft Maingau vom Roten Kreuz. Die neue Schwesternschaft trägt den Namen „ DRK-Schwesternschaft Bad Homburg-Maingau“.
Schwesternschaft Maingau vom Roten Kreuz e.V.:

Die Klinik Maingau vorm Roten Kreuz


1890
Gründung der Schwesternschaft Maingau vom Roten Kreuz e.V. durch den Vaterländischen Frauenverein vom Roten Kreuz in Frankfurt am Main. Hauptaufgabe der Schwesternschaft sollte die Aus- und Fortbildung von Krankenschwestern sein. Es wurde an der Eschenheimer Promenadenanlage ein Haus erworben. In diesem Haus wurde eine Kinderkrippe etabliert sowie ein Heim zur Schwesternausbildung. Die Ausbildung der Schwesternschülerinnen erfolgte in den Städtischen Krankenanstalten in Frankfurt/Main. Ein großer Wunsch blieb das eigene Krankenhaus.
 
1897
Die Schwesternschaft schließt sich der Rotkreuzbewegung an, damit entsteht die Schwesternschaft Maingau vom Roten Kreuz e.V.
 
17. November 1912
Eröffnung des „Kaiserin Auguste Viktoria Haus des Vaterländischen Frauenvereins vom Roten Kreuz“ mit zugehöriger Krankenpflegeschule: dank der Spendenbereitschaft der Frankfurter Bürgerschaft und dem Vermächtnis der Bankiersfamilie Georg und Franziska Speyer konnte der Wunsch des Vaterländischen Frauenvereins nach einer eigenen Klinik erfüllt werden. Aus einer ehemaligen Kinderkrippe wurde das neu erbaute „Vaterländische Krankenhaus“. Dieses war stadtbekannt, nicht zuletzt aufgrund der für damalige Verhältnisse modernen Entbindungsstation. Viele Frankfurter haben in der Klinik Maingau das Licht der Welt erblickt, so auch Anne Frank, die 1929 hier geboren wurde.
 
1914-1918
Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde das „Vaterländische Krankenhaus“ in ein Lazarett umgewandelt und blieb es bis Kriegsende 1918.
 
1918 – 1933
Nachkriegsjahre - Jahre des Aufbaus: Nach Kriegsende folgten trotz Inflation und schwieriger wirtschaftlicher Bedingungen die Jahre der Um- und Ausbauten. Durch den Ankauf weiterer Liegenschaften in direkter Umgebung vergrößerte sich das „Vaterländische Krankenhaus“. Nicht nur die Räumlichkeiten selbst wurden erweitert, auch der Standard der Klinik wurde ständig dem medizinischen und technischen Fortschritt angepasst. So erhielt beispielsweise die Entbindungsstation einen Anschluss mit fließendem Wasser, ein Novum der damaligen Zeit; die Röntgenabteilung wurde nach dem neusten Stand der Technik eingerichtet und es wurde Radium angeschafft, eine Neuerung, die damals einzigartig war. Auch eine elektro-therapeutische Abteilung wurde eingeweiht.
 
1933 - 1945
Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieg: Eine große Prüfung für die Schwesternschaft und die Klinik Maingau bedeutete das Leben und Arbeiten unter der Diktatur der Nationalsozialisten. Das Reichsgesetz über das Deutsche Rote Kreuz vom Dezember 1937 brachte die „Gleichschaltung“. Alle selbständigen Rotkreuz-Organisationen in Deutschland wurden aufgelöst, das „Vaterländische Krankenhaus“ bekam den Namen „Krankenhaus Maingau vom Roten Kreuz“. Viele jüdische Ärzte, die der Klinik Maingau eng verbunden waren, verließen Deutschland, oder wurden gezwungen ihren Beruf aufzugeben.
 
1939 - 1945
Die Mehrzahl der Rotkreuzschwestern der Schwesternschaft Maingau vom Roten Kreuz e.V. wurde in den Wehrmachts-Sanitätsdienst berufen. Das Krankenhaus wurde mehrfach durch Bombenangriffe beschädigt und schließlich in der Neujahrsnacht 1944/45 fast vollständig zerstört.
 
1944 - 1956
Jahre des Wiederaufbaus: Schon 1944 begann die Schwesternschaft mit dem Wiederaufbau des Krankenhauses. Die DRK-Schwesternschaften in der Sowjetischen Besatzungszone werden durch die Militäradministration aufgelöst, sodass die Nachkriegszeit geprägt wurde durch die Flucht der DRK-Schwesternschaften aus den Ostgebieten und dem damaligen Mitteldeutschland. Es wurden Flüchtlinge aus den Ostgebieten versorgt und viele Rotkreuzschwestern aus den Ost-Mutterhäusern aufgenommen. 1949 wurden die Liegenschaften schließlich offiziell an die Schwesternschaft zurückgegeben.
 
1954
Erste Überlegungen zu einem großen Krankenhausneubau, das Richtfest des Neubaus wurde im September 1956 gefeiert.

1957
Der Neubau der Klinik Maingau vom Roten Kreuz ist fertig gestellt und wird in Betrieb genommen.

70er und 80er Jahre
Zeit der Modernisierung und Erweiterung: Die 70er und 80er Jahre waren bestimmt durch weitreichende Modernisierungsmaßnahmen. Der steigende Bedarf von Operationen und die damit verbundenen baulichen Anforderungen führten dazu, dass in den 70er Jahren mit Unterstützung des Sozialministeriums umfangreiche Neubauprojekte zur OP-Erweiterung realisiert werden konnten.

1975
Fusion mit der DRK-Schwesternschaft Bad Homburg von der Höhe: Die neue DRK-Schwesternschaft Bad Homburg-Maingau entsteht.
 
11. Januar 1978
Das umfangreiche Neubauprojekt zur OP-Erweiterung in der Klinik Maingau konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Die zu dieser Zeit modernsten Operationssäle in Hessen wurden eingeweiht.

1985/1986
Zwei bettenführende Stationen wurden vollständig technisch erneuert und eine Überwachungseinheit aufgebaut, um die Patienten postoperativ noch besser betreuen zu können.
 
1990
Sanierung der bettenführenden Stationen, sodass die Patientenzimmer Hotelcharakter annehmen..
 
1992
Gründung des Frankfurter Rotkreuz-Krankenhäuser e.V.: Die Mitglieder beider Frankfurter Schwesternschaften – der DRK-Schwesternschaft Bad Homburg Maingau e.V. und der Schwesternschaft vom Roten Kreuz Frankfurt am Main von 1866 e.V. stimmten einer Fusion ihrer jeweiligen Krankenhäuser – der Klinik Maingau vom Roten Kreuz und der Klinik Rotes Kreuz – unter der Trägerschaft des neu gegründeten Betriebsvereins der „Frankfurt Rotkreuz-Krankenhäuser e.V.“ zu.

Seitdem werden beide Häuser von einer gemeinsamen Leitung geführt.

2014
Der ehemalige Frankfurter Rotkreuz-Krankenhäuser e.V. wird in Frankfurter Rotkreuz-Kliniken e.V. umbenannt. Da sowohl die Klinik Rotes Kreuz als auch die Klinik Maingau vom Roten Kreuz seit ihrem Bestehen ohne den Begriff „Krankenhäuser“ auskommen, ist es nur folgerichtig, wenn auch der Betriebsverein diese Namensgebung widerspiegelt.
Geschichte weiterer Institutionen
Schwesternschaft vom Roten Kreuz Frankfurt am Main von 1866 e.V. 90x90

Schwesternschaft vom Roten Kreuz Frankfurt am Main von 1866 e.V.

Die Geschichte der Schwesternschaft vom Roten Kreuz Frankfurt am Main von 1866 e.V. haben wir für Sie hier zusammengestellt.
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Klinik Rotes Kreuz Vs

Frankfurter Rotkreuz-Kliniken e.V.

Der Verein der Frankfurter Rotkreuz-Kliniken ist der Träger der beiden Kliniken der Frankfurter Rotkreuz-Schwesternschaften.
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