Teilen:
  • Folgen Sie uns auf Instagram
Seite drucken
Kontakt
Schrift kleiner
mittlere Schriftgröße
Schrift größer
Seite empfehlen
Dopplersonographie und Duplexsonographie
Doppler- und Duplexsonographie sind spezialisierte Methoden einer Ultraschalluntersuchung (Sonographie). Beide Verfahren ähneln sich und ermöglichen eine Messung und Darstellung von Bewegungen, im Wesentlichen des Blutflusses. Zu den wichtigsten Anwendungen gehört die Diagnostik von Verengungen in Blutgefäßen.

Wann wird eine Dopplersonographie oder eine Duplexsonographie durchgeführt?

Die Dopplersonographie und Duplexsonographie werden zur Beurteilung der Blutgefäße und der Durchblutung vorgenommen. Verengungen (Stenosen) der Gefäße lassen sich feststellen und beurteilen. Das ist beispielsweise wichtig in den Beinarterien (Durchblutung der Beine) und den Halsarterien (Durchblutung des Gehirns). Thrombosen lassen sich feststellen, ebenso wie Gefäßausstülpungen (Aneurysmen). Doppler und Duplex können zur Kontrolle des Zustandes nach gefäßchirurgischen Eingriffen angewendet werden. Die Ultraschallverfahren kommen auch am Herzen zum Einsatz, um Verengungen und Erweiterungen der Herzklappen nachzuweisen und dort den Blutfluss zu ermitteln.

Funktionsweise von Doppler-Ultraschall und Duplex-Ultraschall

Die Dopplersonographie ist ein Verfahren, bei dem der Dopplereffekt ausgenutzt wird. Der Dopplereffekt sorgt beispielsweise dafür, dass sich die Sirene eines Rettungswagens höher anhört, wenn der Wagen auf den Betrachter zufährt und tiefer anhört, wenn sich der Wagen entfernt. Auch die Frequenz der Ultraschallwellen ändert sich mit der Bewegungsrichtung des Blutes. Bewegt sich das Blut auf den Betrachter beziehungsweise Schallkopf zu, wird die Frequenz höher. Fließt das Blut vom Schallkopf weg, wird die Frequenz niedriger. Die Frequenz wird vom Schallkopf registriert und im Ultraschallgerät zu einem Abbild verarbeitet. Es kann als fortlaufende Kurve dargestellt werden oder in Form von Tönen hörbar gemacht werden. Die Fließrichtung und Fließgeschwindigkeit gibt Aufschluss über krankhafte Veränderungen wie z. B. Gefäßeinengungen.

Die Duplexsonographie ist eine Erweiterung der Dopplersonographie. Zum einen erfolgt die Messung des Blutflusses wie beim Doppler, zum anderen wird das Blutgefäß oder das Herz als flächiges Bild dargestellt. Beim Farbduplex oder Farbdoppler werden Farben (im Wesentlichen blau und rot) verwendet, um die Strömungsrichtung auf dem Bild zu verdeutlichen.

Der Ultraschall ermöglicht ebenso die Darstellung des Gefäßverlaufs, des Durchmessers und der Wanddicke und -beschaffenheit. Das kann weitere Hinweise auf Erkrankungen geben.

Durchführung der Dopplersonographie und Duplexsonographie

Die Durchführung entspricht aus der Sicht des Patienten dem herkömmlichen Ultraschall. Gel wird auf die Körperstelle aufgetragen und der Schallkopf des Ultraschallgeräts aufgesetzt. Der Untersucher bewegt den Schallkopf so hin und her, dass er das erwünschte Bild auf dem Monitor erhält und beurteilen kann.

Gibt es Risiken bei der Doppler- und Duplexsonographie?

Die Untersuchung hat keine bekannten Komplikationen und ist schmerzlos.

Information

Dopplersonographie und Duplexsonographie sind Untersuchungsmethoden, die unter anderem in der Gefäßchirurgie ihre Anwendung finden.