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Centrum für Nieren- und Hochdruckkrankheiten
Das Centrum für Nieren- und Hochdruckkrankheiten setzt sich mit der Behandlung von Störungen der Niere und von Bluthochdruck (Hypertonie) sowie mit der Dialyse (Blutwäsche) auseinander. Ebenfalls werden in dem Centrum Patienten mit Fettstoffwechselstörungen und mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) mitbehandelt. Das Centrum für Nieren- und Hochdruckkrankheiten ist eine Gemeinschaftspraxis, das an die Frankfurter Rotkreuz-Kliniken angegliedert ist und sich unmittelbar an der Klinik Maingau vom Roten Kreuz befindet.

Der Schwerpunkt der Praxis liegt in dem Fachgebiet Nephrologie. Das bedeutet, dass die erfahrenen Fachärzte Erkrankungen der Niere eingehend beurteilen und behandeln. Je nach Erkrankung, Symptomen, Untersuchungsergebnissen und weiteren Voraussetzungen entscheiden sie sich sorgfältig für eine geeignete Therapie und erstellen einen Behandlungsplan.

Die Dialyse, auch als Blutwäsche bekannt, wird bei Patienten durchgeführt, deren Nieren nicht mehr ausreichend funktionstüchtig sind. Die Dialyse kann mit unterschiedlichen Verfahren erfolgen. Eine moderne und vom Centrum für Nieren- und Hochdruckkrankheiten oft durchgeführte Variante ist die Online-Hämodiafiltration. Über einen speziellen Zugang zu den Blutgefäßen (Shunt) wird Blut aus- und wieder eingeleitet und außerhalb des Körpers vom Dialysegerät gereinigt. Die Dialyse wird online überwacht oder durch das Personal kontrolliert sowie dokumentiert. In vielen Fällen müssen die Patienten für die Dialyse nicht ins Centrum oder ins Krankenhaus, sondern können sie zu Hause selbst vornehmen. Auch weitere Verfahren wie z. B. die Peritonealdialyse (Dialyse über den Bauchraum mittels Methoden wie CAPD oder CCPD) können häufig selbstständig zu Hause geschehen, wenn der Patient entsprechend geschult ist. Bei einigen Notfallpatienten muss des Weiteren eine Akutdialyse durch das Centrum für Nieren- und Hochdruckkrankheiten erfolgen.

Einige Patienten benötigen eine Nierentransplantation, wenn die Nierenfunktion zu stark herabgesetzt ist. Das Centrum für Nieren- und Hochdruckkrankheiten betreut diese Patienten, führt Voruntersuchungen und die Transplantationsvorbereitung durch und führt auch die Kontrollen nach dem Eingriff durch.

Das Centrum für Nieren- und Hochdruckkrankheiten versteht sich auch als Einrichtung zur Beratung und weitergehenden Betreuung der Patienten mit entsprechenden Krankheiten. Menschen, die eine Dialyse benötigen oder eine Nierentransplantation hatten, werden etwa bezüglich ihrer Lebensführung, Urlaubsplanung oder Ernährungsfragen beraten. Die Einrichtung kooperiert mit anderen Praxen, Abteilungen und Zentren wie z. B. der Chirurgie oder Bereichen der Inneren Medizin. In Zusammenarbeit mit der Chirurgie werden den Dialyse-Patienten z. B. langfristige Zugänge zu den Blutgefäßen angelegt.

Patienten mit Bluthochdruck können eingehend untersucht werden, um die richtige Therapie zu finden, unter anderem mittels Langzeit-Blutdruckmessung, EKG und Ultraschall (insbesondere Duplex-Sonographie). Die Medikamente für die Behandlung des Bluthochdrucks werden so eingestellt, wie es der Patient individuell benötigt.

Auch werden spezielle Blutreinigungsverfahren für verschiedene Erkrankungen durchgeführt. Bei Fettstoffwechselstörungen kann eine Lipidapherese zur Beseitigung überschüssiger Blutfette erfolgen, bei anderen Erkrankungen weitere Möglichkeiten der Blutreinigung mittels Apherese. Bei Patienten mit Diabetes mellitus wird im Centrum kontrolliert, ob der Stoffwechsel regelrecht ist oder eine weitere Behandlung erfolgen muss.