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Akrale Oszillografie

Die akrale Oszillografie ist eine Untersuchungsmethode, um die Durchblutung der Hände oder der Füße zu beurteilen. Das Verfahren erfolgt mit Hilfe von Lichtimpulsen, die die Ausdehnung des Arms oder Beins registrieren und damit das Pulsieren der Arterien messen. Da auch der Blutfluss der kleinen Gefäße gemessen wird, eignet sich die akrale Oszillografie besonders gut für spezielle Erkrankungen wie das Raynaud-Syndrom.

 

Wann wird eine akrale Oszillografie durchgeführt?

Die akrale Oszillografie wird eingesetzt, um die Durchblutung bei Gefäßerkrankungen wie insbesondere dem Raynaud-Syndrom zu beurteilen. Das Raynaud-Syndrom ist eine Störung, bei der sich kleinere Blutgefäße (Arteriolen) zusammenziehen und Bereiche des Körpers nicht richtig durchblutet werden. Dies betrifft typischerweise die Finger, kann aber auch an den Zehen, anderen Bereichen der Hände und Füße oder sehr selten an Ohren oder der Nase vorkommen. Auf längere Sicht besteht die Gefahr, dass Gewebe abstirbt und es damit zur Nekrose oder zu einer Gangrän kommt. Mit Verfahren wie dem Ultraschall können die Veränderungen beim Raynaud-Syndrom nicht ausreichend beurteilt werden, weil die betroffenen Gefäße sehr klein sind. Hier eignet sich die akrale Oszillografie, auch um Symptomen nachzugehen, die auf das Syndrom hinweisen (z. B. blasse, kalte Finger).

 

Ein diabetisches Fußsyndrom ist eine weitere Erkrankung, die mit der akralen Oszillografie festgestellt und beurteilt werden kann. Auch beim diabetischen Fuß können unter anderem kleinere Blutgefäße geschädigt sein.

 

Die Funktionsweise der akralen Oszillografie

Mit dem Puls in den Arterien variiert der Durchmesser der Gliedmaßen ständig etwas. Eine Oszillografie misst diese Schwankungen, so dass Aussagen über die Durchblutung möglich sind.

 

Anders als bei der ursprünglichen Oszillografie wird bei der modernen akralen Oszillografie die periodische Ausdehnung und Abnahme des Arm- oder Beinumfangs nicht mit Messmanschetten registriert. Stattdessen werden Laser- beziehungsweise Lichtimpulse verwendet, die die Ausdehnung im zeitlichen Ablauf exakt erfassen. Die Werte werden als eine fortlaufende Kurve dargestellt (Oszillogramm). Die Beurteilung geschieht dabei immer im Vergleich mit dem Oszillogramm der anderen Körperseite. Sind die rhythmischen Ausschläge abgeflacht, dann ist das ein Hinweis auf eine Gefäß-Engstelle oberhalb des Areals, an dem die Messung erfolgt.

 

Ablauf und Durchführung der akralen Oszillografie

Der Patient liegt zur Messung mittels Oszillografie normalerweise auf dem Rücken. Die Lichtsonden werden an dem Bein, dem Fuß oder dem Zeh oder an dem Arm, der Hand oder dem Finger angebracht. Die Messung erfolgt und wird danach vom Arzt ausgewertet.

 

Häufig wird neben der Standardmessung ein Provokationstest durchgeführt: Die Hände oder Füße werden Kälte oder Wärme ausgesetzt, um die Symptome z. B. eines möglichen Raynaud-Syndroms auszulösen. Dieses kann dann mit der Oszillografie nachgewiesen werden. Auch eine Messung bei Belastung, also nach Ausführung bestimmter körperlicher Übungen, kann aufschlussreich sein.

 

Mögliche Komplikationen

Die akrale Oszillografie weist keine bekannten Risiken auf.

 

Ergebnisse und Nutzen

Die akrale Oszillografie ermöglicht eine genaue Messung der Arterienpulsation und lässt damit Störungen wie das Raynaud-Syndrom erkennen.

 

Information

Die akrale Oszillografie ist eine Untersuchung aus der Gefäßchirurgie.