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Zentrum für Palliativmedizin

Das Zentrum für Palliativmedizin Rhein-Main der Frankfurter Rotkreuz-Kliniken ist eine Einrichtung zur palliativen Behandlung von Patienten. Der Begriff palliativ beziehungsweise Palliativmedizin bedeutet, dass Menschen mit unheilbaren Krankheiten geholfen wird, eine verbesserte Lebensqualität zu bekommen. Die Behandlung in der Palliativmedizin erfolgt nicht mit dem Ansatz, Krankheiten zu heilen, sondern Beschwerden zu vermindern und Schmerzen zu lindern. Palliative Behandlungen werden in den meisten Fällen von Tumorpatienten in Anspruch genommen.

 

Die Fachrichtungen Palliativmedizin und Onkologie (Behandlung von Menschen mit bösartigen Tumoren) sind deshalb eng miteinander verbunden. Die Belegärzte des Zentrums für Palliativmedizin, Harald Balló und Dr. med. Hans-Peter Böck, sind Fachärzte für Innere Medizin, Hämatologie und Internistische Onkologie. Die Hämatologie als Fachgebiet befasst sich mit Erkrankungen des Blutes und der blutbildenden Organe, welche unter anderem auch Erkrankungen wie Leukämie und Lymphome (Blutkrebs und Lymphdrüsenkrebs) umfasst. Die Internistische Onkologie befasst sich mit allen Arten von Krebs und beinhaltet die Vorbeugung, Diagnostik und Therapie dieser Erkrankungen. Zu den häufigsten bösartigen Tumorarten gehören beispielsweise Brust- und Eierstockkrebs bei der Frau und Prostata- und Harnblasenkrebs beim Mann, aber auch Lungen-, Darm-, Magen-, Bauchspeicheldrüsen- und Leberkrebs.

 

Das Zentrum für Palliativmedizin Rhein-Main befindet sich in der Klinik Maingau vom Roten Kreuz in Frankfurt. Das Zentrum bietet rund um die Uhr eine Anlaufstelle für betroffene Patienten sowie für Angehörige und die sie betreuenden Hausärzte. Die Betreuung und Behandlung erfolgt je nach Bedürfnis des Patienten stationär oder ambulant zu Hause. Die betreuten Patienten leiden an nicht mehr heilbaren Erkrankungen und haben oft eine eingeschränkte Lebenserwartung. Die palliative Therapie dient dazu, Symptome wie Schmerzen oder Angst zu lindern und wichtige körperliche Funktionen zu erhalten oder wiederherzustellen. Unter anderem muss die Ernährung gewährleistet werden. Falls notwendig wird eine Behandlung über eine Magensonde oder eine Sonde, die von außen in den Magen geführt wird (PEG-Sonde) vorgenommen, oder die Ernährung erfolgt mit Hilfe von Infusionen über die Venen (parenteral). Eine Schmerztherapie kann mit unterschiedlichen Methoden erfolgen.

 

Doch nicht nur die rein medizinische Therapie wird vom Zentrum für Palliativmedizin geregelt. Bei vielen Patienten stehen praktische nicht zuletzt auch psychologische und soziale Überlegungen im Vordergrund. Beispielsweise muss für die Entlassung aus der Klinik nach Hause eine ambulante Pflege und/oder andere Hilfsmittel organisiert werden und die Ernährung sichergestellt werden. Daher gehören zum Team des Zentrums auch Sozialarbeiter und Seelsorger, die in Zusammenarbeit mit Angehörigen und Hausärzten diese Fragestellungen regeln. Des Weiteren benötigen Patienten, aber auch Angehörige eine gute psychologische Betreuung, die durch unser Team von Psychotherapeuten geschehen kann.