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Thrombose

Eine Thrombose ist eine Erkrankung in einem Blutgefäß, bei der sich ein Blutgerinnsel bildet. Die Thrombose tritt meist in den Venen, am häufigsten in den Beinvenen, auf. Einige Faktoren, darunter fehlende Bewegung, erhöhen das Risiko für die Thrombose. Typische Anzeichen sind Schmerzen und eine Schwellung, aber eine Thrombose kann auch ohne Symptome bleiben.

 

Ursachen einer Thrombose

Eine Thrombose ist im Prinzip eine Blutgerinnung an einer Stelle innerhalb eines Blutgefäßes. Im Wesentlichen sind eine veränderte Zusammensetzung des Blutes, Schäden an der Innenwand des Blutgefäßes und Störungen des Blutstroms und für die Gerinnselbildung verantwortlich. Dies wird als Virchow-Trias bezeichnet. Dabei können die verschiedensten Faktoren eine Rolle spielen, meist liegt eine Reihe von Risikoumständen vor. Die Thrombose wird gefördert durch fehlende Bewegung (z. B. Bettlägerigkeit, langes Sitzen im Flugzeug), Verletzungen, Operationen, Medikamente (z. B. die „Pille“), Rauchen und Allgemeinerkrankungen (Diabetes, schweres Übergewicht, Herzkrankheiten, Durchfall, massive Infektionen, Krebs) sowie Schwangerschaft. Auch können veränderte Blutgefäße (z. B. Krampfaderleiden) und Veränderungen der Blutzusammensetzung und der Blutgerinnung zu einer Thrombose führen.

 

Symptome einer Thrombose

Eine Thrombose ist in jedem Blutgefäß möglich, doch am ehesten ist eine Vene im Bein betroffen. Im Bein wird eine Thrombose einer oberflächlichen Vene (Thrombophlebitis) von einer Thrombose einer tiefen Vene (Phlebothrombose) unterschieden. Die Thrombose einer Armvene tritt öfter bei Männern als bei Frauen auf. Auch in einer Arterie ist eine Thrombose möglich.

 

Je nach dem betroffenen Blutgefäß führt die Thrombose zu unterschiedlichen Symptomen. So kann es zu Schmerzen, Schwellungen und einem Spannungsgefühl im Gewebe kommen. Oft wird eine Thrombose aber auch gar nicht bemerkt.

 

Die Thrombose kann zu Komplikationen führen. Setzt sich das Blutgerinnsel (der Thrombus) ab, dann kann es in eine Lungenarterie gelangen und diese verstopfen (Lungenembolie). Chronische Störungen nach einer Venenthrombose wie eine starke Venenerweiterung und ein Unterschenkelgeschwür (Ulcus cruris) werden als postthrombotisches Syndrom bezeichnet. Die Thrombose in einer Arterie kann die Blutzufuhr verlegen und die Versorgung von Organen mit Sauerstoff verhindern, so dass es zu teils lebensbedrohlichen Störungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall kommen kann.

 

Diagnose einer Thrombose

Nach einem Untersuchungsgespräch (Anamnese) wird der Patient körperlich untersucht. Ultraschall und Doppler-Sonographie (spezielles Ultraschallverfahren zur Beurteilung des Blutstroms) eignen sich zur Feststellung einer Thrombose. Eine spezielle Röntgenuntersuchung der Venen mit Kontrastmittel (Phlebographie) wird durchgeführt. Im Blut lassen sich durch eine Blutuntersuchung unter anderem die sogenannten D-Dimere nachweisen.

 

Therapie einer Thrombose

Wichtig ist es bereits, eine Thrombose gar nicht erst entstehen zu lassen. Bei entsprechendem Risiko wird eine Thrombose-Prohylaxe angewendet, z. B. bei Bettlägerigkeit beziehungsweise längeren Krankenhausaufenthalten. Sowohl zur Vorbeugung als auch zur Therapie werden gerinnungshemmende Mittel wie Heparin gegeben, abhängig vom Verlauf kommen unterschiedliche weitere Medikamente zum Einsatz. Kompressionsstrümpfe helfen, das Risiko zu reduzieren und werden ebenfalls bei schon eingetretener Thrombose angewendet. Nur in seltenen Fällen wird ein Thrombus (Blutgerinnsel) in einer Operation gefäßchirurgisch entfernt.

 

Prognose einer Thrombose

Die Prognose der Thrombose hängt davon ab, ob eine rechtzeitige und angemessene Therapie erfolgt. Am besten lassen sich weitere Schäden verhindern, wenn das Gerinnsel schnell wieder aufgelöst wird. Nach einer Thrombose besteht eine erhöhte Gefahr, dass die Erkrankung erneut auftritt. Deshalb ist es für betroffene Patienten besonders wichtig, einer weiteren Thrombose gewissenhaft vorzubeugen.