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Schwesternschaft vom Roten Kreuz Frankfurt am Main von 1866 e.V.
28. Juni 1866
Gründung des „Hilfsvereins für kranke und verwundete Krieger“ sowie des „Männerverein vom Roten Kreuz“ durch Frankfurter Bürger und Bürgerinnen. Zentrale Aufgabe der beiden Vereine war die Förderung von Kultur, Wohlfahrt und die Armenpflege. Insbesondere sollten aber Schwestern für die Pflege ausgebildet werden. Aus dieser besonderen Aufgabe entwickelte sich schließlich die „Schwesternschaft vom Roten Kreuz Frankfurt/Main von 1866“.
 
1868
Gründung und Eröffnung des Krankenpflegerinnen-Instituts. Hier sollte die Ausbildung der neuen Schwestern realisiert werden. Gleichzeitig diente das Haus als Mutterhaus der neuen Schwesternschaft. Die Ausbildung der Schwestern erfolgte in den Universitätskliniken Heidelberg.
 
1873
Eröffnung eines eigenen „Krankenpflege-Pensionats“ durch eine Spende des „Preußischen Landvereins vom Roten Kreuz“. Dieses „Krankenpflege-Pensionat“ ist der Vorläufer der heutigen „Klinik Rotes Kreuz“.

1887

Erweiterung des „Krankenpflege-Pensionats“ durch einen zusätzlichen Bau nach Osten.
 
1904
Nochmalige Erweiterung des Krankenpflege-Pensionats. Das Mutterhaus in der Königswarter Straße wurde an das Krankenhaus angegliedert. Für die Rotkreuzschwestern wurde als Unterkunft und Mutterhaus ein neues Haus am Alfred-Brehm-Platz 11 erworben.

1908
Staatliche Anerkennung des Krankenpflegerinnen-Instituts als Krankenpflegeschule.

1914 – 1918 Erster Weltkrieg:
An allen Fronten sind Rotkreuzschwestern für den Kriegssanitätsdienst eingesetzt. Für die junge Schwesternschaft bedeutete der Ausbruch des ersten Weltkriegs einen tiefgreifenden Einschnitt. 153 Schwestern waren im Einsatz zur Pflege verwundeter Soldaten, 113 von ihnen im Städtischen Krankenhaus, also in den Universitätskliniken, 34 Schwestern taten in der Etappe Dienst und sechs in Verbands- und Erfrischungsstationen. Drei Schwestern verloren bei Einsätzen ihr Leben.
 
1933 – 1945 Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieg:
Eine große Prüfung für die Schwesternschaft war die Zeit des Nationalsozialismus. Das Reichsgesetz über das Deutsche Rote Kreuz vom Dezember 1937 brachte die „Gleichschaltung“. Alle selbständigen Rotkreuz-Organisationen in Deutschland wurden aufgelöst. Nach der Gleichschaltung 1937 wurden die Rotkreuzschwestern zum Sanitätsdienst eingezogen. Das „Krankenpflege-Pensionat“ wurde Reservelazarett, bevor es durch Luftangriffe weitestgehend zerstört wurde.

1934 Erwerb eines weiteren Schwestern-Wohnheims, nahe des Mutterhauses:
Die Schwesternschaft erwirbt ein Einfamilienhaus Ecke Friedberger Anlage/Pfingstweidstraße. Das Haus wird zu einem Schwestern-Wohnheim umgebaut und erhält den Namen Bertha-Quincke-Haus. Das Haus wurde 1943 zerstört, 1957 ging das Grundstück in das Eigentum der Stadt Frankfurt über.
 
15. Juli 1948
Neugründung der Schwesternschaft vom Roten Kreuz Frankfurt am Main von 1866 e.V. Es folgten Jahre des Wiederaufbaus. Der persönliche Einsatz der Rotkreuzschwestern machte den Wiederaufbau möglich.
 
1958 – 1960 Erweiterung des Krankenhauses an der Königswarter Straße:
Bau eines fünfgeschossiger Bettenbau und eines Querbaus mit Operationssälen, Röntgen und Laborräumen, einem geräumigen Speisesaal, neuen Wirtschaftsräumen und Verwaltungsbüros.
 
1960
Bau eines Altenheims für pensionierte Schwestern an der Thüringer Straße. Da die Zahl der pensionierten Schwestern anwuchs, wurde das Altenheim bereits 1965 nochmals erweitert.
 
1976
Einrichtung einer Wachstation, eines septischen Operationssaals und der Endoskopie an der Klinik Rotes Kreuz.
 
1986
Aufbau eines Herzkatheterlabors

1990 Neue Wohnungen für die Rotkreuzschwestern:
Es erfolgte der Umbau des Mutterhauses am Alfred-Brehm-Platz: Neben Räumlichkeiten für die Verwaltung werden Teile des Mutterhauses zu Schwesternwohnungen umgebaut.
 
1992 Gründung des Frankfurter Rotkreuz-Krankenhäuser e.V.:
Die Mitglieder beider Frankfurter Schwesternschaften – der DRK-Schwesternschaft Bad Homburg Maingau e.V. und der Schwesternschaft vom Roten Kreuz Frankfurt am Main von 1866 e.V. – stimmten einer Fusion ihrer jeweiligen Krankenhäuser – der Klinik Maingau vom Roten Kreuz und der Klinik Rotes Kreuz – unter der Trägerschaft des neu gegründeten Betriebsvereins der „Frankfurt Rotkreuz-Krankenhäuser e.V.“ zu.
 
Seitdem werden beide Häuser von einer gemeinsamen Leitung geführt.

2014
Der ehemalige Frankfurter Rotkreuz-Krankenhäuser e.V. wird in Frankfurter Rotkreuz-Kliniken e.V. umbenannt. Da sowohl die Klinik Rotes Kreuz als auch die Klinik Maingau vom Roten Kreuz seit ihrem Bestehen ohne den Begriff „Krankenhäuser“ auskommen, ist es nur folgerichtig, wenn auch der Betriebsverein diese Namensgebung widerspiegelt.

2016
Die Schwesternschaft vom Roten Kreuz Frankfurt am Main von 1866 e.V. feiert ihr 150-jähriges Bestehen.

Juli 2016
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Frankfurter Rotkreuz-Kliniken e.V. sowie die Mitglieder beider Frankfurter Schwesternschaften feiern am 08. Juli 2016 eine große 150-Jahr-Feier im "Oosten" in Frankfurt.
Historie weiterer Institutionen
DRK Schwesternschaft Bad Homburg-Maingau e.V. 90x90

DRK Schwesternschaft Bad Homburg-Maingau e.V.

Gerne können Sie hier die Geschichte der DRK Schwesternschaft Bad Homburg-Maingau e.V. nachlesen.
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Klinik Rotes Kreuz Vs

Frankfurter Rotkreuz-Kliniken e.V.

Der Verein der Frankfurter Rotkreuz-Kliniken ist der Träger der beiden Kliniken der Frankfurter Rotkreuz-Schwesternschaften.
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