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Prostata-Laserzentrum
Das Prostata-Laserzentrum in der Klinik Maingau vom Roten Kreuz in Frankfurt ist ein Behandlungszentrum für Erkrankungen der Prostata. Das Zentrum verfügt über alle Möglichkeiten der modernen Prostatamedizin inklusive eingehender Diagnostik, Operationen, Laser- und Spezialbehandlungen. Das Prostata-Laserzentrum ist an die urologische Praxis von Dr. Balducci und Dr. Hofmann angeschlossen, die sich unmittelbar am Maingau-Krankenhaus befindet.

Die Prostata oder Vorsteherdrüse ist ein Organ im männlichen Geschlechts- und Harntrakt, das ein Sekret bildet, welches ein Bestandteil des Spermas ist. Die Prostata befindet sich unterhalb der Harnblase und umgibt in diesem Bereich die Harnröhre. Die Prostata ist ein wichtiges Organ des Mannes, doch sie kann vielfach zu Störungen führen.

Zu den häufigsten Erkrankungen bei Männern gehört die gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH). Die harmlose Vergrößerung der Drüse führt zu einer Einengung der Harnröhre und damit zu Problemen beim Wasserlassen. Die Prostatavergrößerung kann heutzutage auf unterschiedliche Weise behandelt werden.

Einer der Schwerpunkte des Prostata-Zentrums ist die Laserbehandlung bei einer solchen Prostatavergrößerung. Insbesondere wird die moderne und schonende Methode der GreenLight-Laser-Therapie angewendet. Der Arzt geht dazu mit einem Endoskop (Gerät zur Spiegelung von Hohlorganen) in die Harnröhre hinein bis auf die Höhe der Prostata. Unter Einblick mittels einer kleinen Videokamera wird mit dem GreenLight-Laser das Gewebe der Prostata präzise verdampft. Blutungen sind kaum zu erwarten, da diese vom Laser gleich gestillt werden können. Die möglichen Komplikationen einer GreenLight-Laser-Behandlung sind ebenso wie die zu erwartenden Beschwerden gering im Vergleich zur herkömmlichen Operation. Bereits nach kurzer Zeit ist für den Patienten wieder ein Wasserlassen ohne Beschwerden möglich. Der Klinikaufenthalt dauert lediglich ein bis drei Tage.

Eine weitere Möglichkeit, die gutartige Prostatahyperplasie (Prostatavergrößerung) zu behandeln, ist die Thermotherapie. Diese Methode funktioniert über einen mit 60°C heißem Wasser gefüllten Ballon in der Harnröhre, der überschüssiges Prostatagewebe zerstört. Innerhalb von Wochen wird das Gewebe vom Körper selbst abgebaut, so dass das Verfahren sehr schonend ist.

Nach wie vor zeigt auch die herkömmliche Operation der Prostata über die Harnröhre (TURP, transurethrale Resektion der Prostata) sehr gute Resultate, so dass sie ebenfalls im Zentrum durchgeführt wird. Das Gewebe der vergrößerten Prostata wird dabei mit einer elektrischen Schlinge abgetragen.

Das Prostatakarzinom (Prostatakrebs) ist inzwischen die häufigste Krebserkrankung von Männern in den Industrienationen. Sowohl die Chirurgie des Prostatakarzinoms kann am Prostata-Zentrum durchgeführt werden als auch Hormon- und Chemotherapie und zusätzliche oder begleitende Verfahren wie Schmerztherapie.

Selbstverständlich werden in der urologischen Praxis in der Klinik Maingau vom Roten Kreuz auch andere Patienten betreut, die Beschwerden oder Erkrankungen im Bereich der Harn- und Geschlechtsorgane haben.